Schultütenaktion

Vielen Dank! Es wurden in diesem Jahr fast 70 Schultüten gespendet.

Eine Schultüte für jedes Kind
Zwar stehen die Sommerferien erst noch vor der Tür, doch für viele Eltern dreht sich bereits jetzt alles um den bevorstehenden Schulanfang ihres Kindes. Und das vor allem, weil nicht genug Geld da ist.

Kommt ein Kind in die Schule, geht das richtig ins Geld. Es gibt zwar staatliche Unterstützung für bedürftige Eltern, aber die reicht oft nicht aus, erklärt Eva-Maria Meyer von der Caritas, die sich freut, in Notfällen auf die Kurier-Stiftung „Menschen in Not“ vertrauen zu können. Und die wiederum baut auf die Unterstützung durch ihre Leser.

Gabriele Schnetter-Zahn
Gabriele Schnetter-Zahn

Redakteurin

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Auch heuer nehmen wir selbst gebastelte oder fertig gekaufte, gefüllte Schultüten (bitte nur Unverderbliches einfüllen, wie Gummibärchen, kleine Geschenke, Malstifte, ein Plüschtier und so weiter) in der Kurier-Geschäftsstelle in der Maxstraße entgegen. Letzter Abgabetermin ist am 31. August. Danach werden die Schultüten von den Wohlfahrtsverbänden an die betreffenden Eltern weitergeleitet.

Wer keine Lust und Zeit hat, eine Schultüte zu befüllen, kann sich mit einer Spende unter dem Stichwort „Schultütenaktion“ beteiligen. Von diesem Geld werden je nach Bedarf auch Schulranzen und Gutscheine für Schreibwarengeschäfte gekauft, um die Eltern, die oft auf Hartz IV angewiesen sind, über die Schulanfangszeit hinaus zu unterstützen.

Und das ist wichtig, sagt Meyer. „Denn es gibt zwar Lernmittel-, aber keine Lehrmittelfreiheit.“ Immer wieder müssen auch nach dem Schulanfang noch Hefte, Bücher oder spezielles Material zugekauft werden. Und mit dem geringen Budget, das staatlicherseits dafür zur Verfügung gestellt wird, ist das nicht machbar.

„Das ist neu, das ist meins“

Warum die eigene Schultüte und der eigene Schulranzen so wichtig sind für Erstklässler

Für Gabi Hemmer, Leiterin der Grundschule St. Georgen, ist die Einschulung ein großer Einschnitt im Leben eines Kindes. „Das ist der erste pflichtbesetzte Teil,“ sagt sie, und entsprechend wichtig sei es auch, hier etwas zu zelebrieren und vor allem auch für vernünftiges Material zu sorgen. Schulranzen und Arbeitsmaterial signalisieren auch die Wertschätzung, die dem Erstklässler entgegengebracht werde: „Das ist neu, das ist meins, und das habe ich mir ausgesucht.“ Im Prinzip sei es hier nicht viel anders als bei einem Handwerker: „Ohne vernünftiges Werkzeug kein gutes Arbeiten.“

Diese Voraussetzungen zu erfüllen, ist nicht gerade leicht für Eltern, die mit wenig Geld zurechtkommen müssen. So hat die Kurier-Stiftung „Menschen in Not“ vor einigen Jahren die Schultüten- Aktion ins Leben gerufen.

Denn nicht nur die Erstausstattung des Erstklässlers geht erheblich ins Geld. Nicht zu unterschätzen seien auch die Zusatzkosten, die auf die Eltern noch im Laufe des ersten Schuljahres zukommen. Gabi Hemmer schätzt sie auf mindestens 100 Euro. „Das sind Hefte, Arbeitshefte, in den meisten Schulen fällt auch Kopiergeld an, und so weiter. Das läppert sich.“

Umso sinnvoller findet Gabi Hemmer, sei die von der Kurier-Stiftung „Menschen in Not“ organisierte Vergabe zusätzlicher zweckgebundener Gutscheine, damit die Eltern diese Zusatzkosten bewältigen können.

Schultütenaktion bis 31. August

Noch bis zum 31. August läuft auch die Schultüten-Aktion, an der sich unsere Leser beteiligen können. Wer Lust hat, kann eine Schultüte mit kleinen, haltbaren Geschenken packen, wie Bücher für Leseanfänger, Süßigkeiten wie Gummibärchen oder Kaugummis oder ein Plüschtier, und in der Kurier- Geschäftsstelle in der Maxstraße abgeben. Über die Wohlfahrtsverbände werden diese Spenden an bedürftige Familien weitergeleitet. Wer sich an der Gutschein-Aktion beteiligen möchte, kann unter dem Stichwort „Schulranzen“ an die Kurier-Stiftung spenden.